Chronik Wilthen

 

Geschichte der Gemeinde "St. Barbara" Wilthen und deren Priester

 
  • 1222: Wilthen wird urkundlich am 25. Februar in einer Urkunde des Bischofs Bruno II. v. Meißen erwähnt.
  • 1415: Am 1. Januar stiftet Pfarrer Nikolaus Stolpen den St. Barbara-Altar, den Bischof Rudolf von Meißen bestätigt.
  • 1559: Am 1. Januar des Jahres wird in Wilthen offiziell die Reformation eingeführt. Fast alles katholische Leben erlischt.
  • 1606: Eine katholische Familie hält noch immer am katholischen Glauben fest und geht nach Bautzen zum Gottesdienst.
  • 1837: Das Domstift St. Petri Bautzen unter Bischof Ignatz Bernard Mauermann kauft das Rittergut Wilthen von seinem frühern Besitzer Richter.
  • 1838: Am 22. August 1838 feiert Bischof Mauermann den ersten katholischen Gottesdienst nach der Reformation in der Hauskapelle des Rittergutes, an dem die Bediensteten und die wenigen Katholiken von Wilthen teilnehmen.
  • 1902: Ab 18. Januar wird in Wilthen im Rittergut an 5 Jungen und 8 Mädchen katholischer Religionsunterricht durch einen Schirgiswalder Lehrer erteilt.
  • 1904: Die Kapläne von Schirgiswalde übernehmen die Erteilung des katholischen Religionsunterrichtes.
  • 1919: Ab diesem Jahr findet der katholische Religionsunterricht in der Volksschule Wilthen statt.
  • 1927: Auf Betreiben des Schirgiswalder Pfarrers Anton Mott beginnt im Februar der Bau einer Kapelle in den oberen Räumen der ehemaligen Brauerei im Rittergut. Die Bauarbeiten führt der Wilthener Baumeister Josef Dietrich aus. Außerdem werden ein Versammlungsraum, eine Sakristei und ein Wohnzimmer für einen Geistlichen geschaffen.
  • Am Ostermontag, den 18. April, kann die erste Kapelle im Obergeschoss des Rittergutes durch Bischof Dr. Christian Schreiber geweiht werden. Gottesdienst findet jeden ersten und dritten Sonntag im Monat statt, der von 70 - 80 Gläubigen besucht wird.
  • 1933: Ein neuer Eingang von der Straße zur Kapelle wird geschaffen und im oberen Bereich werden zwei Wohnungen eingebaut.
  • 1941: Kaplan Franz Kinzel von Schirgiswalde ist Lokalkaplan von Wilthen, wohnt aber nach wie vor in Schirgiswalde.
  • 1944: Auch in Neukirch besteht schon katholischer Religionsunterricht.
  • 1945: Bedingt durch die Vertreibungen der Deutschen aus Schlesien und dem Sudetenland wird im Sommer des Jahres periodisch in Neukirch Sonntagsgottesdienst in der evangelischen Friedhofkapelle gehalten.
  • 1946: Im Mai kommt der bisherige Erzpriester von Cosel/Oberschlesien, Pfarrer Johannes Breitkopf, als ständiger Lokalkaplan nach Wilthen. Die Lokalkaplanei Wilthen umfasst die Orte Wilthen, Neukirch, Tautewalde, Ringenhain, Weifa und Steinigtwolmsdorf. In Wilthen sind Sonntags zwei Gottesdienste und in Neukirch Sonntag Nachmittag ein Gottesdienst; auch wird einmal monatlich in Steinigtwolmsdorf katholischer Gottesdienst gehalten. Religionsunterricht wird in Wilthen, Neukirch, Steinigtwolmsdorf und Weifa erteilt.Nach einer Volkszählung am 29. und 30. Oktober beträgt die Anzahl der Katholiken im Pfarrbezirk 1317 bei einer Einwohnerzahl von 16752.
  • 1947: Nach der Kirchenbesucherzählung am 14. September besuchen an diesem Tag 488 Gläubige den Gottesdienst im Seelsorgebezirk.
  • 1948: Anfang Januar ist Baubeginn für die heutige St. Barbara-Kapelle. Am 30. März werden in 65 Firmlinge aus Wilthen und 56 Firmlinge aus Neukirch gefirmt. Am 19. Dezember wird die neue Kapelle durch Bischof Petrus Legge benediziert.
  • 1953: Am 12. August wird Wilthen zur selbständigen Pfarrei durch Bischof Heinrich Wienken erhoben. Lokalkaplan Georg Pech wird zum Pfarrer ernannt. Am 26. August bestätigt das bischöfliche Ordinariat in Bautzen den Kirchenrat. Am 28. Oktober wird das Kirchensteueramt der Pfarrei Wilthen als selbständige Behörde errichtet.
  • 1955: Die Pfarrwohnung wird umgebaut. Am 14. Juni wird der bisher genutzte Teil des ehemaligen Rittergutes von der Pfarrei käuflich erworben. In Neukirch laufen Bemühungen, ein Grundstück für eine neue Kapelle zu erwerben.
  • 1956: Ab Ostern kommt kein Kaplan mehr aus Schirgiswalde, um aller zwei Wochen einen Gottesdienst zu übernehmen.
  • 1961/62: Der Kapellenraum wird umgestaltet.
  • 1962: Am 23. April kann die Kirche und der neue Altar durch Bischof Otto Spülbeck konsekriert werden.
  • 1964: Am 20. Dezember feiert Heinz Schlamber, ein Kind der Pfarrgemeinde, seine Primiz in Wilthen.
  • 1972: Der Altar wird von der Wand weggerückt, so dass der Priester die Messe mit dem Gesicht zu Gemeinde zelebrieren kann.
  • 1980: Zum ersten Mal wird ein Gemeindefasching gefeiert.
  • 1991: Die Caritas-Sozialstation St. Barbara wird gegründet.
  • 2006: Zum 1. September wird Pfarrer Alexander Paul von Schirgiswalde Pfarradministrator von Wilthen.
  • 2007: Zum 1. Januar wird die Pfarrei „St. Barbara“ Wilthen aufgelöst und mit der Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ Schirgiswalde vereinigt.