Chronik Schirgiswalde

 

Geschichte der Gemeinde „Mariä Himmelfahrt“ Schirgiswalde sowie deren Pfarrer und Kapläne

 
  • 13. Jahrhundert: Vermutlich in dieser Zeit erfolgt die Besiedlung durch fränkische Siedler.
  • 1346/1376: Schirgiswalde wird erstmals urkundlich in der Bistumsmatrikel der Diözese Meißen erwähnt.Staatlich gehört Schirgiswalde jedoch zum Königreich Böhmen.
  • 1559: wird das Bistum Meißen aufgelöst. Schirgiswalde wird deshalb dem katholischen Domstift St. Petri in Bautzen unterstellt.
  • 1552 - 1628: Durch die Reformation ist Schirgiswalde mehrheitlich evangelisch geprägt.
  • 1622: Der Kirchenchor von Schirgiswalde wird erstmalig genannt in einer Prager Stiftschronik.
  • 1628: Der sogenannte Oberhof wird an das Domstift St. Petri in Bautzen verkauft.
  • 1628 - 1676: In diesen Jahren lassen sich wieder 6 katholische Priester im Ort nachweisen, die aber nicht in Schirgiswalde ansässig waren.
  • 1632: In Schirgiswalde wütet die Pest. Die Einwohner geloben eine Prozession und werden darauf hin vor der Krankheit verschont.
  • 1635: Durch den Prager Frieden wird Schirgiswalde zur böhmischen Enklave (von Sachsen umgeben).
  • 1655: Aufgrund der unruhigen Amtsführung des Bautzener Domdekans Martin Saudrius von Sternfeld zieht das Bistum Leitmeritz in Böhmen Schirgiswalde in seine kirchliche Obhut.
  • 1656: Im böhmischen Niederland, zu dem auch Schirgiswalde gehört, beginnt die Gegenreformation.
  • 1660: Es erfolgt die Gründung des Ortsteiles Neuschirgiswalde.
  • 1665: Am 19. Februar wird Schirgiswalde auf Betreiben des Besitzers Otto von Ottenfeld durch Kaiser Leopold I. zur Stadt erhoben.
  • 1698: In diesem Jahr wird nachweislich zum ersten Mal eine Fronleichnamsprozession in der Gemeinde gehalten.
  • 17. Jahrhundert: Die im 30jährigen Krieg beschädigte alte Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wird ausgebessert.
  • 1702/03: Durch den Verkauf des Niederhofes an das Domstift St. Petri in Bautzen gehört nun ganz Schirgiswalde als Grundbesitz zum katholischen Domstift St. Petri Bautzen.
  • 1705 - 1724: Es erfolgt eine Zunahme des katholischen Glaubens unter Pfarrer Freischlag durch Zuzug von Katholiken aus Böhmen und aus dem Sorbenland.
  • 18. Jahrhundert: Schirgiswalde wird Sommersitz der Bautzener Bischöfe.
  • 1716: Unter Pfarrer Freischlag erfolgt der Bau des heutigen Pfarrhauses.
  • 1735 - 1741: Durch Baumeister Zacharias Hoffmann aus Hainspach (heute Lipova in der Tschechischen Republik) erfolgt der Bau der heutigen Pfarrkirche.
  • 1738: Der Ortsteil Petersbach wird gegründet.
  • 1809 - 1845: Schirgiswalde ist „freie Republik“, da die Übergabe an Sachsen im Zuge des Friedens zu Schönbrunn nicht erfolgte.
  • 1845: Am 4. Juli wird Schirgiswalde dem Königreich Sachsen einverleibt.
  • 1866 - 1868: Die Pfarrkirche wird durch den Bau der beiden Kirchtürme vollendet. Sie ist heute die einzige katholische Kirche des Bistums Dresden-Meißen mit zwei Kirchtürmen.
  • 1894: Die kirchliche Zugehörigkeit zum Bistum Leitmeritz endet und wird endgültig in die Hände des Domstiftes St. Petri in Bautzen gelegt
  • 1903: Durch Sparkassenkassierer Alois Endler erfolgt der Bau der Mälzerbergkapelle.
  • 1911 - 1970: Die Schwestern vom hl. Karl Borromäus (Borromäerinnen) aus dem Mutterhaus Trebnitz wirken segensreich im Kinderheim, Kindergarten und in der Krankenpflege.
  • 1911: Das Kinderheim „Alberstift“ wird eröffnet, 1914/1915 erfolgt ein Neubau.
  • 1915: Der aus Schirgiswalde stammende Priester Dr. Franz Löbmann wird in Breslau zum Bischof von Bautzen geweiht. Er ist der Wegbereiter für die Wiedererrichtung des Bistums Meißen im Jahr 1921.
  • 1921: Am 21. Juni wird das Bistum Meißen mit Bischofssitz in Bautzen wieder errichtet. Aus diesem Anlass besucht am 28. Juni der päpstliche Nuntius Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII, Schirgiswalde.
  • 1925: Das größte Ereignis in der Geschichte ist am 12. Juli der 7. Sächsische Katholikentag in Schirgiswalde mit 10.000 Teilnehmern.
  • 1925: Am 26. Dezember wird das Elisabethheim, der Gemeindesaal, eingeweiht.
  • 1926/27: Es erfolgt der Bau der Friedhofskapelle „Zum Heiligen Geist“.
  • 1927: Das Altersheim „St. Josef“ wird im ehemaligen Kinderheim eröffnet.
  • 1938: Am 31. Juli werden von 3 Schirgiswalder Männern in der Pfarrkirche zum Priester geweiht.
  • 1942 - 1961: Die Johannesschwestern von Maria Königin in Leutesdorf am Rhein sind in der Pfarrseelsorge tätig.
  • 1945: Schirgiswalde bleibt vor der Zerstörung bewahrt, die Gemeinde entwickelt eine große caritative Hilfe für Flüchtlinge.Im Haus des Kinderheimes wird der pfarreigene Kindergarten eröffnet
  • 1946: Schirgiswalde ist Mutterpfarrei von 3 Lokalkaplaneien (Oppach, Friedersdorf und Wilthen), zur Pfarrei gehören 15 Orte mit über10.000 Katholiken.
  • 1959: Im Schloss wird eine Kirchenmusikschule eingerichtet. Sie besteht bis Mitte 1970.
  • 1964 - 1969: Am Fuchsberg entsteht unter Pfarrer Hermann Scheipers die Kapelle „Zum Heiligen Kreuz“.
  • 1977 - 1979: Am Winterberg entsteht das neue Altenpflegeheim „St. Antonius“.
  • 1978: Als Abschluss der Religiösen Kinderwoche wird erstmals ein Gemeindefest im Schlosspark gefeiert.
  • 1989: Im Oktober beginnen die Friedensgebete in der Pfarrkirche. Es erfolgt die Gründung von verschiedenen Arbeitsgruppen.
  • 1990: Die Pfarrgemeinde geht Partnerschaften mit den Gemeinden von Bonn-Poppelsdorf und Wachtberg-Niederbachem ein, die heute auf privater Ebene fortgeführt werden.
  • 1991: Im Januar ziehen erstmals die Sternsinger durch Schirgiswalde mit großem finanziellem Erfolg. Im Februar erfolgt die Gründung der Caritas-Sozialstation „St. Elisabeth“.
  • 2001: Nach fast 7jähriger Bauzeit erfolgt die Weihe des erweiterten und umgebauten Altenpflegeheimes „St. Antonius“.
  • 2002: Zum 1. Januar wird die Pfarrgemeinde St. Josef Großpostwitz wird mit der Pfarrgemeinde Schirgiswalde vereinigt.
  • 2005: Vom 10. bis 15. August sind im Vorfeld des XX. kath. Weltjugendtages in Köln 50 litauische Jugendliche und 18 Jugendliche aus Macau/China zu den Tagen der Begegnung in Schirgiswalde zu Gast.
  • 2006: Am 23. Oktober zieht der Kindergarten „St. Antonius“ vom Pius-Haus in die ehemalige Hofescheune, die zum neuen Kinderhaus umgebaut wurde.
  • 2007: Zum 1. Januar wird die Pfarrgemeinde St. Barbara Wilthen mit der Pfarrgemeinde Schirgiswalde vereinigt.
  • 2008: Ab Januar wird die Pfarrkirche innen und außen renoviert.
  • 2009: Zum 1. Januar wird die Pfarrvikarie Allerheiligen Sohland mit der Pfarrgemeinde Schirgiswalde vereinigt.
  • 2010: Am 7. August werden Schirgiswalde sowie alle anderen Orte der Pfarrgemeinde von einem extremen Hochwasser heimgesucht.