evangelisch 29. Februar
Bistum Essen und Köln 4. September
Patronat: gegen Halsschmerzen
Suitbert wurde im 7. Jahrhundert in England geboren und war ein Schüler des Erzbischofs Egbert von York (Heiliger). Über seine jungen Jahre ist weiter nichts historisch belegt. Eine Legende erzählt, seine Mutter habe vor der Geburt einen Stern auf sich niederstürzen sehen (aus diesem Grund ist der Heilige oft mit einem Stern abgebildet).
Suitbert trat dem Benediktinerorden bei und war einer der zwölf Glaubensboten um den Heiligen Willibrord, die 690 ausgeschickt wurden, um in Friesland missionarisch tätig zu sein. Während Willibrord in Rom weilte, ernannten die Glaubensbrüder Suitbert zu ihrem Anführer, woraufhin er nach England reiste und von Wilfrid von York die Bischofsweihe empfing. Zurück auf dem Kontinent, zog Suitbert ins Siedlungsgebiet des germanischen Volksstammes der Brukterer (im heutigen Ruhrgebiet); seiner missionarischen Tätigkeit dort blieben jedoch aufgrund zahlreicher Angriffe der Sachsen dauerhafte Erfolge verwehrt.
Pippin derMittlere (635–714) schenkte Suitbert eine Rheininsel nahe der fränkisch-sächsischen Grenze. Ursprünglich wurde die Insel Swidbertswerth genannt, bekam später aber den Namen Kaiserswerth. Suitbert gründete dort ein Kloster, dem er als Abt vorstand.
Seine letzten Lebensjahre soll Suitbert in strenger Askese verbracht haben. Vermutlich am 1. März 713 verstarb er im Kloster. Seine Gebeine wurden 1264 erhoben und in einem prächtigen Schrein in der Stiftskirche beigesetzt. An einem 4. September um 810 wurde Suitbert von Papst Leo III. (Heiliger) heiliggesprochen.
Darstellung: als Bischof im Ornat
Attribute: Mitra, Stab; Kirchenmodell; Stern

Quelle: Herder-Verlag




