Patronat: Zadar (Kroatien); bei Kinderwunsch
Der alte Simeon war ein frommer Israelit, dessen Geschichte im Lukasevangelium erzählt wird (Lk 2, 25–35): Simeon, der die Rettung Israels erwartete, war durch den Heiligen Geist verkündet worden, er werde noch vor seinem Tod den Messias erblicken. Gemeinsam mit der betagten Witwe und Prophetin Hannah (Heilige) erkannte er den Heiland, als Maria und Josef mit dem Jesuskind in den Tempel von Jerusalem kamen, um ihr Opfer darzubringen. Der Greis nahm das Kind in den Arm und pries Gott (Lobgesang des Simeon, »nunc dimittis«). Er sprach, er könne nun in Frieden scheiden, da er das Heil gesehen habe. Simeon segnete die Heilige Familie und weissagte Maria, Jesus werde viele in Israel zu Fall bringen und viele aufrichten; ihr selbst aber werde ein Schmerz wie ein Schwert durch die Seele dringen.
Der Überlieferung nach soll Simeon wenige Tage nach dem Erlebnis im Tempel verstorben sein. Er wurde in Jerusalem begraben; dem Heiligen Gregor von Tours (538–94; Geschichtsschreiber und Bischof von Tours) zufolge wurden die Reliquien des Heiligen Simeon im 6. Jahrhundert nach Konstantinopel (heute Istanbul, Türkei) überführt, von wo aus sie 1243 nach Zadar (Kroatien) gelangten.
Darstellung: als bärtiger Greis im Tempel, das Jesuskind haltend
Attribut: Jesuskind

Quelle: Herder-Verlag




