RKW 2026 in Großpostwitz
31 Kinder, zahlreiche Helfer und eine Woche voller Gemeinschaft, Glauben und Freude: Bei der RKW 2026 drehte sich alles um Mose, Bewegung und die Erfahrung, gemeinsam viel erreichen zu können.
Ich möchte mit einem großen, von Herzen kommenden Dank meinen Rückblick in diesem Jahr beginnen. Danke an 31 Kinder, mit denen ich eine tolle Woche verleben durfte und durch deren harmonisches Miteinander diese Woche zum Erlebnis für alle Beteiligten wurde. Danke an alle erwachsenen und jugendlichen Helfer, mit denen ich diese Woche gestalten durfte und auf die ich mich verlassen kann. Danke an unsere fleißigen Küchenfeen, die auch in diesem Jahr für uns gesorgt haben (es gibt Meldungen über Gewichtszunahmen). Danke an Eltern, Großeltern und die ganze Gemeinde – eure Hilfe bei den verschiedensten Aufgaben macht diese Woche möglich. Gemeinsam können wir viel bewegen, dies erfuhren wir auch inhaltlich, wen wir uns mit dem Thema „Mose beweg dich“ auseinandersetzten.
Am 1. Tag lernten wir Mose kennen, der als Hebräer geboren wurde und bei den Ägyptern als Prinz aufwuchs. Dies führte ihn zu einem Rollenkonflikt. Diese Rollenkonflikte kennt auch jeder von uns – mach ich die Hausaufgaben fertig oder treffe ich mich mit meinen Freunden; geh ich zum Sonntagsgottesdienst oder zum Fußball; … So wie Mose macht sich jeder auf die Suche nach seinem Platz in der Welt, Unsicherheit ist dabei ein Gefühl, doch Gott gibt uns Halt und Kraft – „Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und habt keine Angst, denn der Herr euer Gott geht mit euch.“ (Dtn. 31,4).
Manchmal ist der Druck zu groß und man ergreift die Flucht. So tat es auch Mose, er flieht aus Ägypten nachdem er einen von ihnen erschlagen hatte, weil er die Unterdrückung der Israeliten (Hebräer) nicht länger aushielt. Er flieht nach Midian, wo er neue Kraft schöpfen konnte. Auch wir brauchen immer wieder Kraftquellen, um uns auf neue Situationen einlassen zu können und herauszufinden, was im Moment das Richtige ist. Solche Kraftquellen lernten wir in unseren Gruppen kennen und konnten sie ausprobieren.

Am Mittwoch trafen wir uns schon eine Stunde früher (alle waren pünktlich da 👍), denn der Bus fuhr uns nach Piskowitz. Von dort starteten wir unseren Wallfahrtsweg bei bestem Wetter, nach Rosenthal. Auf zwei Stationen erfuhren wir spielerisch, es ist gut nicht allein zu sein, ich darf Hilfe annehmen, ich darf selbst Helfer sein. In Rosenthal angekommen, grüßten wir die Gottesmutter in der Wallfahrtskirche. Dann suchten wir uns einen Platz auf der Wallfahrtswiese, welche sich mit ca. 1600 Pilgerinnen und Pilgern füllte. Mit Bischof Timmerevers feierten wir Gottesdienst, der unter dem Motto stand „Jesus ruft Menschen beim Namen – auch heute“. Jede/jeder ist von Gott gerufen und sollte dazu beitragen, dass unsere Welt eine schönere, bessere, friedlichere ist – dazu ermutigte uns der Bischof in seiner Predigt. Mose hat seinen Auftrag, den Pharao zur Freilassung der Israeliten zu bewegen, am brennenden Dornbusch erhalten. Er durfte erfahren, dass Gemeinschaft und Hilfe wichtig sind, um sein Ziel zu erreichen und dass Gott ihm zur Seite steht, indem er z.B. 10 Plagen schickt.
Nachdem Gottesdienst stärkten wir uns beim Mittagspicknick, um danach das vielfältige Workshop-Angebot zu nutzen. Es war Teamgeist und Kreativität gefragt und so konnten wir erfahren, dass gemeinsames Handeln verbindet. Nach der Abschlussandacht fuhren wir, gestärkt durch vielfältige Begegnungen, nach Großpostwitz.
Mose hatte es geschafft sein Volk aus der Sklaverei zu führen. Die anfängliche Euphorie, wandelte sich in Unmut über die Strapazen in der Wüste. Auch wir kennen es, wenn Veränderungen unterschiedliche Gefühle hervorrufen. Dann ist es wichtig einen Leitfaden oder Regeln zu haben, die das Zusammenleben regeln. Zum Beispiel haben die Jüngeren darüber nachgedacht, was ist wirklich wichtig in den Urlaub mitzunehmen und die Älteren haben Regeln des Zusammenlebens zusammengetragen.
Mose empfing die 10. Gebote auf dem Berg Sinai, aber auch das war keine Garantie für ein friedliches Miteinander. Auch in solchen Zeiten ist Gott für uns da und schenkt uns Hilfe. Darauf vertraut auch Mose.
Mose dachte, sein Ziel sei das verheißene Land, er war enttäuscht, als ihm bewusstwurde, dass er dies nicht erreichen würde. Auch wir nahmen unsere Wünsche und Bedürfnisse in den Blick, welche oft durch Medien, Idole o.ä. gelegt sind. Doch führen diese Dinge zur Zufriedenheit? Mose erkannte, dass die Freiheit und der Frieden das Wichtigste waren und dass Gott sein Versprechen gehalten hat, er hat sein Volk in die Freiheit geführt. So konnte Mose dankbar auf sein Leben zurückblicken. Wir blickten in unserem Abschlussfest und beim Sonntagsgottesdienst dankbar auf die gemeinsame RKW zurück. Diese war natürlich neben den inhaltlichen Dingen außerdem noch gefüllt mit Gesang, Spiel, viel Kreativen, Tanz, Fußball, Lachen, …
Auch im nächsten Jahr wollen wir viel bewegen und treffen uns wieder in der ersten Sommerferienwoche zur RKW im Großpostwitz.
Iris Lehmann