Herzen, ganz viele Herzen begleiteten uns während unserer RKW vom 4.-8.August in Schirgiswalde. „Herzenssache – die Psalmen–RKW“ war in diesem Jahr unser Thema. Überall begegneten uns „Herzenssachen“. Gemeinsam mit 60 Kindern und vielen engagierten Helfern entdeckten wir die Psalmen in der Bibel und er-lebten einen Bezug zu unserer heutigen Zeit.
„Mein Herz klopft“, unser Thema vom ersten Tag, konnten wir alle nachempfinden. Jeder war aufgeregt, nervös und gespannt, was uns alle erwarten würde. Ganz wichtig waren natürlich die Einteilung der Gruppen und das Kennenlernen der Helfer.
Anschließend begaben wir uns auf eine kleine „Psalmenralley“. Dabei lernten wir den Psalm 23, „Der Herr ist mein Hirte“ kennen. Jede Gruppe musste verschiedene Stationen und Aufgaben bewältigen. Gemeinsam stellten wir fest, dass Gott immer für uns da ist. Nach dem täglichen Mittagessen erwartete alle Kinder eine abwechslungsreiche Mittagspause. Es wurde Fußball gespielt, getanzt, Musik gemacht, Volleyball gespielt, die Hüpfburg getestet und vieles mehr.
Jeden Nachmittag wurden wir gemeinsam kreativ. Wir versuchten Kissen zu basteln, gestalteten Herzen aus allen möglichen Materialien, formten viele kreative Dinge aus Ton, arbeiteten mit Holz und vieles mehr.
Jeden Tag durften wir ein Anspiel, welches von unseren Jugendlichen gestaltet wurde, passend zum Thema erleben. Dabei wurden wir mit unseren Gefühlen vertraut gemacht und erfuhren, dass es auch in der Bibel viele Psalmen und Gebete dazu gibt. Unser Herz kann aufgeregt klopfen, loben, aber auch wehtun, zerbrechen und Danke sagen. Herr Pfarrer Frydrych erklärte uns, wie wichtig 3 Herzenswörter sind: BITTE, DANKE und ENTSCHULDIGUNG. Oftmals nutzen wir diese 3 Wörter viel zu wenig. Gerade im täglichen Miteinander, in einer Gemeinschaft sind diese Wörter ganz wichtig und not-wendig. Wir erlebten in dieser Woche immer wieder Gemeinschaft. Jeden Tag in unseren Gruppen, in der großen Runde, beim gemeinsamen Singen, Beten und Kaffeetrinken.
Am Mittwoch begaben wir uns bei schönem Wetter, Sonnenstrahlen und guter Laune auf unsere Wanderung. Jedes Kind hatte einen Rucksack, gut gefüllt mit Badesachen, bei sich. Wir starteten nach einer kurzen Morgenandacht Richtung Wilthen. Am Lärchenberg erwartete uns bereits unser Küchenteam mit einer Obst- und Trinkpause. Gut gestärkt musste nun jedes Kind ein Los ziehen und so bildeten sich neue Gruppen. Mit etwas Abstand wanderte jede Gruppe los und traf unterwegs auf unsere Jugendlichen. Sie hatten kleine Aufgaben und Rätsel für die Gruppen vor-bereitet. Wir mussten Wasser trans-portieren, aus Naturmaterialien einen Turm bauen, Sackhüpfen, Rätsel lösen, Dosen werfen … Nach dem wir viele Aufgaben bewältigt hatten, stand unser Küchenteam bereits parat und wartete auf uns. Unsere „Versorgungsengel“ hatten einen riesigen Picknickplatz aufgebaut, mit Decken, Getränken und einer Picknicktüte für jedes Kind.
Mit aufgefüllter Kraft konnten wir nun den restlichen Weg in Angriff nehmen. Gemeinsam eroberten wir das Freibad in Wilthen. Bei Spiel und Spaß wurde es keinem langweilig. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken (wieder von unserem Küchenteam organisiert) beendeten wir unseren Tag mit einem gemeinsamen Gebet und konnten so geschafft, aber fröhlich, von unseren Eltern in Wilthen abgeholt werden.
Am Donnerstag überlegten wir, was passiert, wenn etwas kaputt geht, wenn unser Herz bricht. Was kann man tun? Miteinander reden, sich entschuldigen, aber auch Entschuldigungen annehmen. Dabei sind „Bitte, Danke, Entschuldigung“ ganz wichtig und dürfen nicht vergessen werden. Dann kann unser Herz wieder heilen.
Am Donnerstagnachmittag lag eine riesige Spannung in der Luft. Wer wollte, konnte diese Nacht im Zelt hinter dem Pfarrhaus verbringen. Nach 16 Uhr brachten viele Eltern Rucksäcke, Zelte, Luftmatratzen und Schlafsäcke und unsere Zeltstadt wuchs. Als alles aufgebaut war, starteten alle zu einer kleinen Stadtrally. Einige Jugendliche hatten im Vorfeld Fotos aus unserer Stadt, kleine Details, welche man nur beim genauen Hinsehen entdecken konnte, aufgenommen und die einzelnen Gruppen mussten diese Details finden und sich davor gemeinsam fotografieren. Jede Gruppe konnte alle Aufgaben erfolgreich meistern und alle hatten sich so ihre Bratwurst, frisch vom Grill, redlich verdient.
Anschließend trafen wir uns alle an der Feuerschale, lachten, redeten und sangen gemeinsam unsere RKW-Lieder.
Wir waren uns alle einig: Genau das ist das, was wir brauchen: lebendige Gemeinschaft, miteinander Zeit verbringen, sich miteinander beschäftigen. Nach einem gemeinsamen Abendgebet am Lagerfeuer begann nach und nach die Nachtruhe.
Am Freitag starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück. 9.00 Uhr begann unser letzter Tag der RKW. Alle Kinder erlebten wieder ein An-spiel in der Kirche und erfuhren, dass unser Herz DANKE sagen kann.
In der Vorbereitung hatten wir uns bereits Gedanken gemacht, wem man in unserer Stadt einmal Danke sagen sollte.
Sofort fiel uns das Altersheim, das katholische Kinderhaus, die Regen-bogen-Kita und unser Bürgermeister ein.
Für alle hatten einige Kids ein „Danke–Herz“ gestaltet. Jede Gruppe machte sich auf den Weg in eine Ein-richtung und sagte den Mitarbeitern einfach DANKE für ihre Geduld, guten Ideen, ihre Arbeit usw. Nach dem gemeinsamen Mittagessen und einer kleinen Abschlussandacht ging unsere „Herzenssache“-RKW zu Ende.
Es bleibt nur noch DANKE zu sagen.
Ein ganz großes Dankeschön:
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an alle Kinder, welche dabei waren – Ihr wart SPITZE!
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an alle Eltern, welche das Ver-trauen hatten, uns ihre Kinder anzuvertrauen!
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an alle Kuchenbäcker, Obstbringer, Reinigungskräfte, an alle, die uns im Gebet begleitet haben!
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an unser super Küchenteam!
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an alle Helfer – Ihr wart Spitze!
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an alle Jugendlichen – DANKE, dass man sich so toll auf Euch verlassen konnte!
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vor allem an Herrn Pfarrer Frydrych, für einfach alles!
DANKESCHÖN!
Am Sonntag fand nach dem Abschlussgottesdienst noch eine kleine „Dankesrunde“ am Elisabethsaal, mit Bratwurst und dem ein oder an-deren Getränk statt. Vielleicht könnte so etwas zu einer schönen neuen Tradition in unserer Gemeinde wer-den...und uns zu einer lebendigen Gemeinschaft werden lassen.
Annett Knopp