Schöpfungslied
Schöpfungslied nach Psalm 104
Lobe den Herrn meine Seele!
Herr, mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hast die Erde auf Pfeiler begründet;
in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.
Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt,
die dürfen sie nicht überschreiten.
Du lässt die Quellen hervor sprudeln in den Tälern,
sie eilen zwischen den Bergen dahin.
Du lässt das Gras wachsen für das Vieh,
auch die Pflanzen für den Menschen, die er anbaut,
damit er Brot gewinnt von der Erde,
und Wein, der das Herz erfreut,
damit sein Gesicht von Öl erglänzt,
und das Brot das Menschenherz stärkt.
Du hast den Mond gemacht als Maß für die Zeiten,
die Sonne weiß, wann sie untergeht.
Herr, wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht.
De Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Und dennoch: Na gut, Gott, herrlich und groß bist du. Aber wir wissen doch inzwischen, dass die Erde nicht auf Pfeilern steht, im Gegenteil, ist es doch ein regelrechtes Gewirr an Sonnensystemen, dass im Universum schwirrt, irgendwo dort auch die Erde, wo DU dort noch dazwischen bist – ich weiß es nicht. Es wäre schön, wenn die Wasser die Grenzen einhalten würden, bei unserer Spree mache ich mir da eigentlich keine Sorgen. Aber vor kurzem habe ich die neuen Hochwasserschutzanlagen an der Maas in Holland angesehen, die sind sich dort nicht so sicher! Ja, die Pflanzen wachsen und das Vieh grast, hier bei uns, und die Sahara wächst dennoch weiter, Dürre in großen Teilen der Erde, doch der Mensch, wir schöpfern ja inzwischen selber, neue Pflanzen, geklont und unkrautresistent, können wir und doch eigentlich schon selbst versorgen, dass unsere Gesichter glänzen, von Wohlstand! Brot ist dabei schon so überflüssig geworden, dass unsere Menschen es wegwerfen und die Milch auf die Felder, den Wein holen wir uns vom ganzen Globus, ob man auf dem Mars auch welchen anbauen kann – eine Frage der Zeit. Ja zahlreich sind die Werke – die wir uns inzwischen selber machen. Und DU Gott – für Dich bleibt eigentlich keine Zeit, denn wer viel schaffen will, … DU hattest ja damals deinen Ruhetag, aber mach das mal meinem Chef verständlich! Und dann ist ja Deine Erde auch noch voll, ja tatsächlich, übervölkert, und es ist nicht einfach, diese Massen von Milliarden zu versorgen, zu regieren, ruhig zu halten, die UNO versucht es seit Jahren, mit mehr oder weniger Erfolg.
Na, Guter Gott,
ich will Dich loben.
Will danken, dass es mich gibt, in diesem Ganzen Schöpfungsgewirr.
Du gibst mir das, was ich brauche, wenn ich es zulasse, mit offenem Herzen schaue, nach DIR!
Liebe Leserinnen und Leser, wir ernten das, was wir säen. Achten wir auf unsere Saat und erfreuen uns an unseren Früchten – ich wünsche Ihnen einen Ernte – DANK.
Ihre Gemeindereferentin
Jacqueline Fiswick





