Schmetterling
Schmetterling
„Ich träumte einst, ich sei ein Schmetterling, ein hin und her flatternder, in allen Zwecken und Zielen ein Schmetterling. Ich wusste nur, dass ich meinen Launen als Schmetterling folgte, und war meines Menschenwesens unbewusst.
Plötzlich erwachte ich; und da lag ich: wieder „ich selbst“. Nun weiß ich nicht: war ich da ein Mensch, der Träumt, er sei ein Schmetterling, oder bin ich jetzt ein Schmetterling, der träumt, er sei ein Mensch?“ Tschuang-Tse
Heut morgen wachte ich auf, und mein Traum war noch so gegenwärtig, dass ich einen Moment brauchte um richtig wach zu werden. Manchmal braucht es richtig seine Zeit, um die Gefühle der Nacht ablegen zu können.
Da habe ich mich auch schon mal gefragt, was denn nun die richtige Sicht sei.
Und es ist doch so, dass unsere Sicht der Dinge von unseren Erfahrungen und unserer eigenen Wahrnehmung geprägt sind!
Haben Sie schon mal versucht einem von Geburt an blinden Menschen die Farben zu beschreiben. Oder wie erkläre ich die Liebe einem Menschen, der nie geliebt hat?
Wenn ich von einem Schmetterling träume, dann sehne ich mich nach der Freiheit und Leichtigkeit, die dieses Tier im Flug erfährt. Dann brauche ich die bunten Farben, die mein Leben schöner machen. Dann finde ich Blumen, an denen ich mich labe und deren Duft ich einatme.
Diese Sehnsucht ist Teil meines Selbst. Im Erkennen dieses Sehnens werde ich versuchen, mein Leben bunt zu gestalten. Ich werde Blumen suchen und ihren Duft einatmen. Und vielleicht wird mein Leben dann leichter.
Ich fühle den Schmetterling in mir, der träumt, er wäre ein Mensch.
Ihre Gemeindereferentin J. Fiswick




