Passion Christi
Passion Christi
Ich kenne einen
der ließ sich von uns die Suppe versalzen
der ließ sich von uns die Chancen vermasseln
der ließ sich von uns das Handwerk legen
der ließ sich für dumm verkaufen
der ließ sich einen Strick drehen
der ließ sich an der Nase herum führen
der ließ sich übers Ohr hauen
der ließ sich von uns kleinkriegen
der ließ sich von uns in die Pfanne hauen
der ließ sich von uns aufs Kreuz legen
der ließ sich von uns Nägel mit Köpfen machen
der ließ sich zeigen, was ein Hammer ist
der ließ sich von uns festnageln auf sein Wort
der ließ sich seine Sache was kosten
der ließ sich sehen am dritten Tag
der konnte sich sehen lassen
Lothar Zenetti
Wie oft gebrauchen wir diese Ausdrücke des Leidens! Diese Passionsworte:
den krieg ich schon klein, dem zeigen, was ‚ne Harke/Hammer ist oder der Jugend die Chancen vermasseln …. – Worte für immer auch persönliches menschliches Leid, das ein Mensch in dem Augenblick erfährt!
Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser schon mal Nägel mit Köpfen gemacht?
Eigentlich ist es doch toll, wenn man eine Sache richtig zum Abschluss bringt. Doch wie unbequem sind dann Kollegen, Freunde oder Nachbarn, die gerade dazu dann eine andere Meinung haben. Da ist es doch wichtig, wenn man seine Meinung, koste es was es wolle, durchsetzen kann.
Was ist entscheidend?
Nicht am Ende eines Abends, oder einer Sitzung, eines Wortgefechtes -
die Rechnung unseres Lebens wird von uns selbst geschrieben!
Können wir uns dann sehen lassen?
Liebe Leserinnen und Leser, Sie können ja mal versuchen, aus Lothar Zenettis Passionsworten Worte der Auferstehung werden zu lassen:
da werde ich einer Sache die richtige Würze geben
da werde ich jemandem eine neue Chance geben
… finden Sie Ihre eigenen Worte und Taten, damit SIE sich sehen lassen können, wenn ER kommt!
Viel Erfolg wünscht Ihnen –




