Dass ein Kind geboren wird, ist nichts besonderes, dass sich einfache Menschen durch übernatürliche Erscheinungen erschrecken lassen, passiert auch heute, dass Himmelskörper mit ihrem Licht die Köpfe der Menschen verwirren, dass man sie sogar festhalten kann, selbst ohne hochempfindlichen Film. Und täglich lesen wir, dass sich Könige von der Macht locken lassen.
Das Besondere ist: dass sich die Menschen, die damals die Neuigkeit erfuhren, die Hirten im Gebirge, die Wirtsleute, die römischen Krieger und Diener der Könige nicht nur wunderten und das Wort vergaßen in ihrem alltäglichem Getriebe, sondern die Nachricht weiter sagten, ohne drahtlosen Funk von Kontinent zu Kontinent, sondern ganz einfach von Mund zu Mund, so dass die Botschaft wirklich seit zweitausend Jahren mehr als einmal wie ein Lauffeuer um den Erdball gelangt ist, auch zu mir, mit ihrer verwandelnden Kraft. (nach Barbara Cratzius)
|
Liebe Leserinnen, lieber Leser, wann haben Sie sich zum letzten Mal so sehr gewundert, dass Sie es weiter erzählen mussten? So sehr gestaunt, dass sie es nicht für sich behalten konnten! Das kann ein Naturereignis sein, aber auch eine Situation. Eigentlich gibt es kaum etwas, worüber man nicht staunen kann! Als ich neulich in die Schule kam, baten mich Schüler, für ihren erkrankten Großvater zu beten. Sie machten sich sichtlich Sorgen und drückten dies im gemeinsamen Gebet dann auch sehr deutlich aus. Ich, als Erwachsene, weiß natürlich, dass es Krankheiten, Leiden und Tod gibt, dass unsere Welt aus Tod und Auferstehung besteht. Diese Kinder drückten ihre Sorge und uneingeschränkte Hoffnung aus. Das hat mich sehr beeindruckt! Am Nachtmittag des nächsten Tages rief mich deren Mutter an und sagte mir Dank, Dank für das Gebet mit ihren Kindern, dem Großvater ging es besser! Ein Wunder?! Ich glaube fest an die Kraft des Gebetes! Mit ganzem Herzen beten - bedeutet: das Herz ganz weit für Gott zu öffnen. Gottes Liebe empfangen! Das Besondere ist: die Begegnung. Mit Gott und mit dem Menschen. Meine Begegnung mit diesen Kindern und darauf folgend mit der Mutter, bis hin zum Großvater. Wir leben heute in einer digitalen Zeit, nicht mal die Fotos sind echt. Wirkliche Begegnung kann aber nur Aug in Auge geschehen, fühlen - wie der Gegenüber fühlt. Gern wäre ich der Mutter begegnet. Und so möchte ich sie liebe Leserinnen und Leser einladen, in diesem Monat die Begegnung zu suchen. Sparen sie sich die Telefonkosten! Gehen sie, wenn es irgendwie möglich ist, zu den Menschen hin! Lassen sie das Handy nach Feierabend aus! Besuchen sie ihre Nachbarn, Verwandte und Freunde und bringen sie die Adventgrüße persönlich vorbei. Schreiben einen Brief oder Weihnachtskarte anstelle einer sms. Ich wünsche ihnen eine schöne Begegnung, in diesem Dezember 2010. |