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Macht hoch die Tür

Macht hoch die Tür

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Segen mit sich bringt,
der halben jauchst, mit Freunden singt.
Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich an Rat.
Gotteslob Nr. 107

Mit diesem Lied begrüße ich sie, liebe Leserinnen und Leser, in der Adventszeit!
Ich bitte sie um Verständnis, dass ich diesmal einen Psalm ausgewählt habe, der zum Advent passt. Denn ich möchte sie an die Hand nehmen, um mit mir gemeinsam der Ankunft unseres Heilandes entgegen zu gehen.
Wir betrachten dazu Psalm 45: Ein Lied zur Hochzeit des Königs.
Mein Herz fließt über von froher Kunde, / ich weihe mein Lied dem König. /
Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.
Du bist der Schönste von allen Menschen, / Anmut ist ausgegossen über deine Lippen; /
darum hat Gott dich für immer gesegnet.
Gürte, du Held, dein Schwert um die Hüfte, / kleide dich in Hoheit und Herrlichkeit!
Zieh aus mit Glück, kämpfe für Wahrheit und Recht! / Furcht gebietende Taten /
soll dein rechter Arm dich lehren.
Deine Pfeile sind scharf, dir unterliegen die Völker, / die Feinde des Königs verlieren den Mut.
Dein Thron, du Göttlicher, steht für immer und ewig; / das Zepter deiner Herrschaft ist ein gerechtes Zepter.
Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, / darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit dem Öl der Freude / wie keinen deiner Gefährten.
Von Myrrhe, Aloe und Kassia duften all deine Gewänder, / aus Elfenbeinhallen erfreut dich Saitenspiel.
Königstöchter gehen dir entgegen, / die Braut steht dir zur Rechten / im Schmuck von Ofirgold.
Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr, / vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!
Der König verlangt nach deiner Schönheit; / er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!
Die Töchter von Tyrus kommen mit Gaben, / deine Gunst begehren die Edlen des Volkes.
Die Königstochter ist herrlich geschmückt, / ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen.
Man geleitet sie in bunt gestickten Kleidern zum König, / Jungfrauen sind ihr Gefolge, /
ihre Freundinnen führt man zu dir.
Man geleitet sie mit Freude und Jubel, / sie ziehen ein in den Palast des Königs.
An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne; / du bestellst sie zu Fürsten im ganzen Land.
Ich will deinen Namen rühmen von Geschlecht zu Geschlecht; /
darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.

Dieses wunderschöne Liebeslied wurde sicher zur Hochzeit eines irdischen Königs gedichtet. Zu einer Zeit, als die Völker ihren König immer als von Gott gesandt und stellvertretend für Gott handelnd sahen. Dieses Verständnis ist uns heute fremd.
Aber jeder von ihnen war sicher schon einmal verliebt! Sicher haben sie ihrem Liebsten auch Kosenamen gegeben. Unsere Worte sind so gering, wenn wir dieses starke Gefühl ausdrücken wollen. Wenn wir den beschreiben, den wir lieben.
Könnten sie sich vorstellen, in Jesus verliebt zu sein. Christus, der Gesalbte, ein König. Christus, der schönste aller Menschen, von Gott für immer gesegnet, gekleidet mit Hoheit und Herrlichkeit.
Für die meisten von uns mag die Vorstellung fremd sein, sich in Jesus zu verlieben.
Ich sage ihnen aber: Gott ist in sie verliebt! Ja er liebt sie ganz persönlich, in all ihrer Einzigartigkeit so sehr, dass er Mensch wurde. Er liebt uns so sehr und wünscht sich unser Heil, unsere Heilung an Leib und Seele, dass er unsere eigene Schuld auf sich nahm.
Weihnacht, diese Heilige Nacht, einzige Nacht, in der wir Zeugen der Menschwerdung Gottes sind, liebe Leserinnen und Leser. Für mich Grund genug um zu jubeln: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!
Ich lade sie herzlich ein, sich selbst ganz weit zu öffnen, damit unser König, Jesus Christus, in ihnen geboren werden kann.
Gesegnete Adventstage wünscht Ihnen