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Königlich

Königlich

Alexander der Große fragte den König Poros, der nach einer erbitterten Schlacht in seine Gefangenschaft geraten war, wie er ihn behandeln solle.
„Königlich“, erwiderte dieser kurz.
„Und was verlangst du noch?“ wollte Alexander wissen. „Nichts mehr. Ich habe gesagt, was zu sagen ist.“ Voll Bewunderung über diese Haltung schenkt ihm Alexander die Freiheit und setzte ihn in seine frühere Würde ein.
(Aus Griechenland)Jesus und die Jünger kamen nach Jericho. Als sie Jericho wieder verließen, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! … Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg. (nach Mk. 10,46f)


Wenn Jesus mich fragen würde!
Wenn er Sie fragen würde: Was wollen Sie? Was verlangen Sie von IHM? -
liebe Leserinnen und Leser.
Beide Begebenheiten stellen die gleiche Frage: Was soll ich Dir tun?
Können wir diese Frage so einfach beantworten? Dazu muss ich wissen, was meinem Herzen am nächsten ist. Und ich brauche Vertrauen, zweifelsfreies tiefes Vertrauen, ja fasst ein: egal, was danach kommt. Ein vollkommenes Bewusstsein für diesen einen Moment, das Jetzt.
Viele Märchen und Fabeln berichten von falschen Wünschen, denken wir an die Geschichte von König Midas.
Wenn man die Begebenheit des Bartimäus überträgt – für viele Dinge unseres Alltages sind auch wir Blind geworden. Die kleinen schönen Dinge, viele nette Blicke oder guten Worte an unseren Wegrändern des Alltages nehmen wir in unserem Stress oftmals gar nicht war.
Ich möchte sehen können, fühlen können, die vielen Dinge, die unser Leben reich machen. Geld? – es macht manches im Leben einfacher, aber einen König macht es noch nicht aus mir.
Königlich wurde Poros durch sein Bewusstsein für das Eine – ich bin König.
Und mehr braucht es doch auch nicht, liebe Leserinnen und Leser: Ich bin! Du bist!
In der Taufe und in der Tauferneuerung sprechen wir: Ich glaube!
Wir sagen es – glauben wir es?
Ich möchte Sie in diesem Monat aufrichten!
Sie sind königlich. Durch das Heilige Öl königlich gesalbt, gehören Sie SEINEM Königreich an. Ihre Würde steht unter SEINEM Schutz und Segen, er vreleiht Ihnen Freiheit. Die Freiheit zu sagen: Ich bin!
Und die Freiheit zu glauben: Ich glaube.
Richten Sie sich auf in diesem Monat und werden Sie sehend!