Geistlicher Impuls
Gottes Schutz in der Nacht, Psalm 4
Wenn ich rufe, erhöre mich, Gott, du mein Retter,
Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war.
Sei mir gnädig und hör auf mein Flehen!
… Du legst mir größere Freude ins Herz,
als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.
In Frieden leg ich mich nieder und schlafe ein;
denn du allein, Herr, lässt mich sorglos ruhen.
(komplett nachzulesen hier)
Liebe Leserinnen und Leser,
ich habe vor kurzem meinen Vater verloren. Sicher haben Sie auch Ihre eigenen leidvollen Erfahrungen. Mir passiert es, dass ich dann keine Stimme mehr habe. Sie versagt mir. Der Alltag läuft und nimmt einen mit, man erledigt die gestellten Aufgaben. Man spricht mit Menschen, ja man lacht und freut sich.
Doch wenn ich mich für meine Gefühle, meine Betroffenheit, meine Verletztheit öffne, dann bricht meine Stimme.
In diesem Lied König Davids wurde mir klar, dass unser Rufen eine ganz eigene Stimme hat, mit der wir zu Gott rufen. Gott selbst gibt uns den akustischen Raum, in dem er uns hört. In dem Satz Davids: Hör auf mein Flehen! – legt er sich in Gottes Hand, an Sein Herz.
In den schmerzhaften Lebenserfahrungen sind wir ganz darauf angewiesen, dass Gott uns trägt, da unsere eigene Kraft dazu nicht mehr reicht.
Du legst mir größere Freude ins Herz, als andere haben bei Korn und Wein … - welche Freuden sind größer? Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht kennen Sie den Song Grönemeyer’s „Alkohol“? - Alkohol ist dein Sanitäter in der Not, Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot, Alkohol ist das Drahtseil auf dem du stehst, Alkohol, … Die Freude und Leichtigkeit im Alkohol sind nur scheinbar und flüchtig. Aber nicht wenige von uns schieben die Sorgen mit ihm etwas zur Seite. Meist wird man dann in der Nacht wach und die Last der Sorgen ist umso deutlich wieder da.
Gott vertrauen!
Ihm kann ich meine Klage vorbringen, vor Ihm kann ich weinen, zittern und zweifeln. Er wird mich führen!
Liebe Leserinnen und Leser, auch wenn jetzt noch alles weh tut, wenn ich mich innerlich taub anfühle, Gott ist gnädig und Er hört mich, ebenso wie Er Sie hört. Diese dunklen Tage unseres Lebens gehören dazu, als Prüfungen, als Wendepunkte unseres Lebens.
Ich bitte Sie, gemeinsam mit mir zu beten, zu Gott unserem Herrn. Dann wird Er die Last mittragen, so dass wir ruhen können in Seinem Frieden.
Im Vertrauen darauf
Ihre Gemeindreferentin Jacqueline Gabener
Mail: gemeindereferentin@kath-gemeinde-mariae-himmelfahrt.de

