In Gottes Hand
In Gottes Hand.
Wir tanzen auf dem Seil der Welt -
doch jeder der versagt und fällt,
fällt in ein Netz, weit ausgespannt -
fällt tief hinein in Gottes Hand.
(Else Rautenberg-Marx)
Eigentlich so einfach!
Liebe Leserinnen und Leser, es ist doch wirklich ganz einfach. Wir brauchen einfach nur zu vertrauen!
Vielleicht ist jemand von Ihnen schon einmal Bunjee gesprungen?
Ich nicht, aber ich stelle es mir so ähnlich vor – drauf los zu springen und zu „wissen“ das Seil oder das Netz hält. Es soll ein tolles Gefühl sein.
Und Vertrauen ist in tolles Gefühl!!
Jedes Kind weiß das. Die Wissenschaft hat erwiesen, dass in der frühkindlichen Entwicklung das Urvertrauen eines jeden Menschen gebildet wird. Menschen, die in dieser kindlichen Entwicklungsstufe durch Gewalt in jeglicher Form oder Mangel an Zuwendung gestört werden, werden dieses Urvertrauen niemals mehr bilden. Es sind Menschen, denen es immer schwer fallen wird, einfach! nur so zu vertrauen. Immer bleibt ein Rest an Angst, dass man den anderen, eine Menschen, den man liebt, jemanden mit dem man zusammen arbeitet und im Team braucht, doch verlieren könnte und dann allein da steht.
Sie kennen doch den Ausspruch, das Leben ist ein Drahtseilakt.
Wir balancieren zwischen Lebenslust und Lebensleid, zwischen Anfang und Ende, zwischen Alltag und Festlichkeit, … spinnen Sie sich den Faden einmal für sich ganz persönlich weiter!
Vielleicht jeden Tag im Advent, beim abendlichen Rückblick: was war ihr ganz persönlicher Drahtseilakt des Tages?
Und dann springen Sie – bitte nicht wörtlich – aber lassen sie sich einmal jeden Abend bewusst in Gottes liebende Hände gleiten, legen sie sich in ihnen zur Ruhe:
Mein Gott, in DEINE Hände lege ich nun meinen Geist!
Entdecken sie ihr Gottvertrauen wieder. ER kennt sie, ER liebt sie und ER ist Mensch geworden für sie. ER kennt unseren täglichen Drahtseilakt. Und auch wenn es mal schwieriger wird, lässt ER uns nicht allein, aber kämpfen, lernen, warten – unsere Aufgaben müssen wir selbst meistern. Dadurch werden wir erst zu dem, der wir sein sollen, wir entwickeln unsere je eigene Persönlichkeit. Gehalten und beschützt von seinen Händen.
Vertrauen wir! Und wenn es ihnen, liebe Leserinnen und Leser noch schwer fallen sollte, dann lernen sie es wieder, Schritt für Schritt. Wie beim Bunjee-Sprung:
Legen sie sich bewusst einen Sicherheitsgurt an: sagen sie sich selbst oder lassen sie es sich zusagen:
Gott ist da. – Gott ist jetzt da. – Gott ist jetzt da für mich.
Immer wieder. Wenn sie diesen Worten vertrauen können, dann „springen“ sie, lassen sie sich in seine Hände fallen. Aus dieser Liebe Gottes heraus werden sie leuchten, für sich selbst, für die Menschen, für die kommende Festzeit.
Gott segne sie! Ihre J. Fiswick





