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Die Herrlichkeit des Schöpfers

Die Herrlichkeit des Schöpfers – die Würde des Menschen

Herr, unser Herrscher, /
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; /
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus./ …
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, /
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, /
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt./ …
Herr, unser Herrscher, /
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!
Psalm 8, in Auszügen, weiter zu lesen hier (externer Link).

Liebe Leserinnen und Leser,
haben Sie das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßt oder bei einem Feuerwerk zugeschaut? Die Böllereien gehen durch und durch, der Körper vibriert unter den Donnerschlägen und mit Staunen haben Sie vielleicht das Leuchten und die vielen bunten Farben betrachtet.

Vor einiger Zeit musste ich in der Nacht nach draußen und fand in der Dunkelheit jener Nacht einen Sternenhimmel, wie man ihn nur selten zu sehen bekommt. Das ganze Firmament funkelte vor Abermillionen Sternen. Als ob sie nach einem prächtigen Feuerwerk am Himmel hängen geblieben waren! Ich staunte und war voller Freude, denn in diesem Moment hatte ich eine Ahnung von der Größe, der Herrlichkeit Gottes. Ich breitete meine Arme aus und lobte Gott. Ich konnte gar nicht anders, denn seine Herrlichkeit spiegelte sich in der Herrlichkeit seiner Schöpfung.
Unter diesem Sternenzelt kommt man sich ganz schön klein vor.
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst?

Wenn man in das Gesicht eines Babys schaut, ist es wunderschön, diese unschuldigen Züge, der Frieden, der in ihm liegt ... Und das Gesicht eines alten Menschen? Manchmal liegt Frieden in ihren Gesichtern, oft ist das Gesicht eines alten Menschen von den Spuren seines Lebens gezeichnet. Es ist der gleiche Mensch, der einst als Baby die Menschen zum Lachen brachte, der geliebt und umsorgt wurde, der sich nun, vergreist, ebenso wünscht, geliebt und umsorgt zu werden. Dieser ein und derselbe Mensch ist nur wenig geringer gemacht als Gott. Diesen Menschen hat Gott selbst mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Auch wenn der alte Mensch vielleicht nicht mehr Herr seiner selbst ist, wenn die Familie es nicht mehr schafft allein für ihn zu sorgen. Der Mensch besitzt seine Würde.

Liebe Leserinnen und Leser, in dieser weihnachtlichen Zeit, zum Beginn des neuen Jahres, will ich Sie einladen, diese Menschen in den Mittelpunkt zu rücken.
Beten sie für unsere alten Mitmenschen und für die, die sie pflegen.
Besonders würde ich mir wünschen, wenn sie alte Menschen besuchen. Angehörige oder einfach jemanden, der sonst keinen Besuch mehr bekommt.
Es ist leicht, die Herrlichkeit Gottes beim Glanz des Firmamentes zu loben. Loben wir ihn aber auch beim Anblick der Schwachen und Leidenden, denn ihnen gehört die Ehre!