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Die Frage

Die Frage!

Vor dem Ende sprach Rabbi Sussja:
„In der kommenden Welt wird man mich nicht fragen:
Warum bist du nicht wie Mose gewesen?“
Man wird mich fragen:
Warum bist du nicht Sussja gewesen?“

Und da sind wir wieder bei der Frage – Wer bin ich?!
Es gib das Sprichwort: Wenn du kommst, betrachtet man dich nach dem Aussehen, doch wenn du gehst betrachtet man dich nach dem, was du weißt!
Also Aussehen und Wissen machen mich aus.
Ist alles – jeder von uns hat doch seinen Charakter und das Gewissen.
Doch auch das ist noch nicht alles!
Man kann das Wesen eines Menschen kaum in Worte fassen. Denn wie beschreibe ich meine Seele, die ja ganz Wesen-tlich zu mir gehört.
Jesus beschreibt sich selbst mit Hilfe von Bildwörtern. Ich bin die Tür. Ich bin der Hirte. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ich bin das Licht. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Mit diesen sagt er nicht nur etwas über seine Eigenschaften aus, sondern er zeigt uns auch woraufhin sein Handeln gerichtet ist.
Überlegen Sie sich doch auch einmal, mit welchen Bildern Sie sich beschreiben könnten!
Ich möchte Sie einladen, sich selbst ein wenig besser kennen zu lernen. Wenn Sie sich eine Stillestunde einrichten können, dann versuchen Sie einfach mal tief durchzuatmen. Fragen Sie sich, mit welchem Bild Sie sich in dem Moment beschreiben würden und versuchen Sie es auch für sich zu begründen. Vielleicht wollen Sie es sich aufschreiben, denn ein anderes Mal ist es vielleicht auch ein anderes Bild. Wir sind vielseitige Menschen, so dass wir uns nicht mit einem Bild fassen können. Lassen Sie dieses Bild in sich klingen. Sie werden sehen, dass Sie darin auch ein Stück Lebensweg zu sich selbst gefunden haben.
Und Stück für Stück finden sie Antwort auf die Frage – Wer sie sind?

Ihre Gemeindereferentin J. Fiswick