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Die Blätter fallen

Die Blätter fallen.
Fallen wie von weit,
als welkten im Himmel ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen.
Auch diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer,
welcher dieses Fallen unendlich sanft
in Seinen Händen hält.
(nach Rainer Maria Rilke)

Ja die Blätter fallen – und im November fällt uns dies besonders auf, denn die Tage sind häufig trübe. Das lichte Grün ist einem braun gewichen. Nebel liegt auf den Bergspitzen und es ist kalt geworden.
Da jagt man nicht einmal den Hund vor die Tür.
Und doch sollten Sie es einmal oder auch des öfteren mal wagen:
den Spuren der Tiere zu folgen, den leisen Tropfen, die von den Zweigen fallen, zu lauschen. Auch ein Nebelwald hat seinen Reiz! Und wenn die Sonne scheint, dann tanken Sie so richtig auf, die kleine Wärme ist ein warmer Gruß vom nächsten Sommer.
Wie schön ist da ein warmer Tee, ein Kramen in den Erinnerungen, ein längst fälliger Besuch mit Menschen, die wir brauchen.
Ja, nicht immer lieben wir sie alle gleich. Liebe braucht Zeit und Erkenntnis. Vielleicht bringt ja der kommende November genau die Stunde, in der wir uns begegnen – Du, Gott im Gegenüber?!
Es grüßt Sie – J. Fiswick