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Dank - zum Jahreswechsel

Dank - zum Jahreswechsel

Jedes Ende schließt einen Anfang ein.
Das Jahresende ist zugleich der Beginn eines neuen Jahres!
Ich möchte zu diesem Zeitpunkt das Wort – Dank – in den Mittelpunkt stellen.

D – wie danken. Dieses Wort hat bemerkenswert viel Ähnlichkeit mit dem Wort Denken. Ich kann nur einem Menschen danken, den ich auch vorher bedacht habe. Gerade jetzt, nur kurz nach dem Weihnachtsfest, wurde manchem vielleicht die Gedankenlosigkeit des einen oder anderen Geschenkes bewusst. Sollten unsere Weihnachtsgaben nicht vielmehr Ausdruck von Dank und Liebe sein? In unserer Kirche sind viele Menschen aktiv, setzen sich für andere ein, gestalten unser Gemeindeleben. Dieser Dienst wird allgemein als Ehrenamt bezeichnet. Ich frage mich, ob dieses Amt, diese Aufgabe wirklich als Ehre empfunden wird.
An diesem Jahresende habe ich die Bedeutung dieser engagierten Menschen besonders bewusst wahr genommen und oftmals darüber nachgedacht, was wäre, wenn es sie nicht gäbe! Dafür möchte ich heute Dank sagen.

A – wie Achtung voreinander! Achthaben und Sorge tragen füreinander – bedeutet für mich auch einmal über die Schwächen des anderen hinweg zu sehen. Jesus Christus prägte den Begriff der Nächstenliebe besonders deutlich.
Ich wünsche mir für das neue Jahr mehr Achtung voreinander! Seht euch an, nicht die Kleidung oder darauf, was manch einer vorgibt zu sein. Seht euch ins Herz und achtet darauf, nicht zu verletzen. Lebendigkeit und Wärme, Gottes Liebe kann euch begegnen. Macht euch auf, und habt Achtung vor dem Leben!



N – wie Nächstenliebe. Des Nächsten Liebe oder den Nächsten lieben. Immer wieder bleibe ich bei den Worten hängen: Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. Darin ist unter uns die Liebe vollendet, dass wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet. Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben. (1 Joh. 4,16b-21)
So einfach!



K – wie Kinder. Kinder spiegeln in ihrem Verhalten ihr Umfeld.
Ich beobachte Kinder sehr gern. In meinem Unterricht bin ich oftmals nicht nur Lehrende sondern auch Lernende. Eine der schönsten Begegnungen des vergangenen Jahres war für mich, als mir ein Schüler der ersten Klasse den Begriff Güte erklärte. Kein Erwachsener hätte es auf so klare und prägnante Weise vermocht. Doch dieses Kind sagte einfach: in der Güte steckt das Wort gut sein, einander gut sein – bedeutet Güte!
Kinder bringen uns in Bewegung, körperlich und geistig. Sie zwingen uns zur Auseinandersetzung, mit den Fragen des Lebens und mit uns selbst.
Ich wünsche ihnen solche Begegnungen, an denen sie gewinnen, denn all das lässt sie leben und leben geben. Ich wünsche ihnen ein lebendiges Jahr!