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Kolpingsfamilie

Die Kolpingsfamilie will eine Gemeinschaft sein, in der Menschen aus allen Berufen und Altersbereichen partnerschaftlich und familienhaft miteinander umgehen. Hier treffen sich mündige Christen, die etwas bewegen und verändern wollen in Kirche und Gesellschaft. Zunächst aber will die Kolpingsfamilie den Einzelnen anregen und befähigen, etwas aus sich zu machen, sein Leben in Familie, Beruf und Gesellschaft bewusst und verantwortlich als Christ zu gestalten.

Die Mitglieder einer Kolpingsfamilie sind gemeinsam unterwegs. Sie suchen nach Antworten auf die Fragen und Herausforderungen von heute; sie bemühen sich um mehr Gerechtigkeit und Geschwisterlichkeit unter den Menschen, und das zuerst im eigenen Leben und im eigenen konkreten Umfeld.

Kolpingsfamilie ist keine „geschlossene Gesellschaft“. Sie ist offen und lädt alle Menschen guten Willens zum Mittun ein. Kolpingsfamilie sieht ihr Angebot als Dienst am Menschen. Probieren Sie´s mal aus: gemeinsames Wirken und Erleben verleiht Schwung und gibt Kraft für den Alltag!

Nachdem Schirgiswalder Handwerksgesellen einige Zeit die Zusammenkünfte des Bautzener Gesellenvereins, wie sich damals die Kolpingsfamilien nannten, besucht hatten, gründeten sie am 30.01.1870 den Gesellenverein Schirgiswalde. Die heute ca. 100 Mitglieder feierten 2010 ihr 140-jähriges Jubiläum.

Die Kolpingsfamilie Schirgiswalde ist Mitglied im Diözesanverband Dresden-Meißen und im Kolpingwerk Deutschland organisiert.


Kontakt:
Kolpingsfamilie Schirgiswalde
Andreas Holfeld
Neudorf 14
02681 Schirgiswalde
Telefon: 03592 / 33974
Mail: familieholfeld@gmx.de


Programm der Kolpingsfamilie Schirgiswalde für das 1. Halbjahr 2012

  • Fr. 27.01.2012 19.00 Uhr Hl. Messe, anschl. stellt uns Fr. Eva Habel aus Schluckenau ihre Arbeit vor
  • Di. 14.02.2012 15.00 Uhr Kolpingsenioren – Faschingsnachmittag im Elisabethsaal
  • Fr. 24.02.2012 19.00 Uhr Hl. Messe, anschl. Abend mit Norbert Grellmann, Diözesansekretär, zur Zukunft unserer Kolpingsfamilie
  • So. 11.03.2012 08.00 Uhr Hl. Messe, anschl. Mitgliederversammlung mit Wahl
  • Sa. 17.3.2012 Diözesanversammlung in Leipzig
  • Fr. 23.03.2012 15.00 Uhr Kolpingsenioren – Bildungsnachmittag im Elisabethsaal
  • 20. - 22.04.2012 Bildungswochenende im Martin-Luther-King-Haus in Schmiedeberg zum Thema „Sachsen und Europa – Wertebasis Christliches Abendland“
  • So. 06.05.2012 08.00 Uhr Hl. Messe zum Patronatsfest, anschl. Agape und Bildungsvormittag mit Frau Angela Ruhr aus Leipzig
  • Di. 15.05.2012 15.00 Uhr Kolpingsenioren – Maiandacht in der Kreuzkapelle
  • So. 03.06.2012 Wanderung oder Ausflug
  • Fr. 22.06.2012 19.30 Uhr Johannisfeuer bei Alois Löbmann
  • So. 15.07.2012 15.00 Uhr Berggottesdienst der Region Ost auf dem Lilienstein mit Pfr. Johne
  • Do. 26.07.2012 15.00 Uhr Kolpingsenioren – Grillnachmittag bei Emmaus
  • So. 09.09.2012 Kolpingwallfahrt nach Rosenthal

Festgottesdienst zum 140. Stiftungsfest

Gruppenbild Bildungswochenende in Uder 2010

Wer war Adolph Kolping?

Priester, Sozialreformer, Publizist, Seelsorger und „Gesellenvater“ – alle diese Tätigkeiten kennzeichnen den Menschen Adolph Kolping (1813 bis 1865). In Kerpen bei Köln geboren, wächst er in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach der Grundschule lernt er das Schuhmacherhandwerk, zehn Jahre arbeitet er in diesem Beruf und wandert dabei wie andere Gesellen von Ort zu Ort.

Doch dann entscheidet sich Kolping für einen Neubeginn: mit 23 Jahren besucht er das Kölner Marzellen-Gymnasium, wo er sich seinen Lebensunterhalt nebenbei verdienen muss. Nach dem Abitur 1841 studiert er Theologie in München, Bonn und Köln. Am 13.04.1845 wird er zum Priester geweiht und geht anschließend als Kaplan nach Elberfeld. Dort erfährt er „hautnah“ die massiven sozialen Probleme des beginnenden Industriezeitalters, wo z. B. die Handwerksgesellen durch den Zusammenbruch des Zunftwesens ihr traditionelles „Zuhause“ in der Familie des Meisters weitgehend verloren haben. Kolping lernt in Eberfeld den von Johann Gregor Breuer gegründeten Gesellenverein kennen, dessen Präses er 1847 wird. In diesem Zusammenschluss von Menschen in vergleichbarer Lebenssituation, die sich auf den Weg machen, ihr Leben in wachsender Selbständigkeit und Selbstverantwortung zu gestalten, erkennt er ein geeignetes Mittel zur Bewältigung sozialer Probleme. Kolping setzt auf sozialen Wandel durch Veränderung des Menschen.

1849 lässt er sich nach Köln versetzen, um sich der Ausbreitung dieser Idee besser widmen zu können. In den folgenden Jahren entstehen zahlreiche Gesellenvereine in allen Teilen Deutschlands und in vielen europäischen Ländern. Durch sein Wirken wird er Mitbegründer der katholischen Sozialbewegung und zugleich Wegbereiter der katholischen Soziallehre. Heute setzt sich sein Lebenswerk in mehr als 50 Ländern dieser Erde auf allen Kontinenten fort. Am 27.10.1991 wurde Adolph Kolping in Rom selig gesprochen.