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Ich bin dann mal hier...
...und dazu schon seit etwa drei Wochen.
Ich bin der „neue“ Kaplan Mariusz Noparlik und will mich kurz vorstellen.
Das Licht der Welt erblickte ich am 24. November im Jahr des Herrn 1980. Es war im Kreiskrankenhaus in meiner Heimatstadt, Krapkowice (Krappitz). Das ist eine Stadt in Oberschlesien, besser gesagt in Oppelner Schlesien, denn Oppeln (Opole) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Wojewodschaft.
Aber nun zu meiner Person.
Mit fast sechs Jahren auf dem Buckel kam ich in die „0. Klasse“, die für die Kinder eingerichtet worden war, denen der Kindergarten erspart blieb. Ich lernte dort viele neue Freunde, und wir sagen jetzt, dass wir keine Freunde mehr sind, sondern eine große Familie mit verschiedenen Eltern.
Die Grundschule, die in Polen acht Jahre dauerte, habe ich am 01.09.1987 begonnen. Gut, dass die langen Jahre mit vielen wichtigen und lustigen Situationen verflochten waren, sonst würde ich wahrscheinlich nicht hier sein. Zum einem war es die Erstkommunion im Jahr 1989, und dann die Wende. Danach war ich lange Zeit Ministrant in der Gemeinde, was mich auch prägte.
Nach der Grundschule wollte ich etwas „Handfestes“ erlernen und eine Kariere als Geschäfts- oder Bankkaufmann machen. Ich habe das Ökonomische Lyzeum in Krappitz von 1995 bis 1999 besucht. In der Abschlussklasse war einiges für mich und meine Schulkameraden los. Ich musste mich entscheiden, was ich in der Zukunft machen will und wer ich werden will.
Nachdem mein Vater im Jahr 1996 an Krebs erkrankte und ich viele andere Krankenbesuche und –transporte machen musste, habe ich gespürt, dass ich den Menschen helfen will. Ich schwankte zwischen Medizin und Theologie. In einer Nacht konnte ich nicht schlafen, nicht weil es kurz vor den Prüfungen war, sondern ich musste mich entscheiden und ich habe lange überlegt. Nachdem die Entscheidung gefallen war bin ich eingeschlafen. Ich entschloss mich für die Theologie und das Priestertum. Ich wagte den Schritt und folgte dem Ruf des Herrn. Mein Vater war die erste Person, die davon erfuhr. Meine Mutter weinte, als sie das hörte, aber ich weiß nicht ob aus Freude, dass ich Priester werden will, oder aus Trauer, dass sie keine Enkel von mir bekommen wird. Zum Glück eine von meinen älteren Schwestern hat zwei Kinder.
Gleich nach der Abiprüfung bin ich in das Seminar in Oppeln eingetreten. Dort lebte ich fast zwei Jahre lang. Eines Tages kreuzte Prälat Rachwalski meinen Lebensweg. Trotz der schweren Krankheit meines Vaters entschloss ich mich für das Studium in Erfurt um die Priestergemeinschaft im Bistum Dresden-Meißen zu unterstützen.
Im Januar 2005 habe das Studium beendet. Danach habe ich drei Gemeindepraktika gemacht:in Dresden-Strehlen bei Pfr. Chr. Baumgarten;in Markkleeberg bei Pfr. T. Körner;in Meißen, als Diakon bei Pfr. H. Bohaboj.Die Priesterweihe war am 26. Mai 2007. Nach dem Weihegottesdienst habe ich erfahren, dass meine erste Kaplanstelle in der Chemnitzer Propsteigemeinde sein wird. Dort war ich für die Jugend zuständig, aber auch die Arbeit mit den Studenten als Studentenseelsorger wurde mir übertragen. Die Arbeit in der Chemnitzer Propstei hat mir Freude bereitet. Ich habe sehr viel erlebt, viele Reisen unternommen und viele, sehr viele Erfahrungen gesammelt.
Seit dem 01.08.2010 bin ich der „neue“ Kaplan von Schirgiswalde. Die Ministranten durfte ich in Rom bei der Internationalen Ministrantenwallfahrt kennen gelernt, nun darf ich den Rest der Pfarrei kennen lernen.
Ich freue mich hier zu sein und bin gespannt wie Zeit hier sein wird und was Gott uns schenken wird.
Ihr Kaplan Mariusz Noparlik