Totengedenken

„Ich habe nicht gewusst, dass Sterben so leicht ist.
Ich sterbe ganz ohne Hassgefühle.
Vergiss nie, dass das Leben nichts ist
als ein Wachsen in der Liebe
und ein Vorbereiten auf die Ewigkeit.“

(diese Worte sind vom Studenten Christoph Probst überliefert, der sie an seine Schwester schrieb, als er mit 24 Jahren, 1943 hingerichtet wurde, weil er dem Widerstand gegen Hitler angehörte)




Der Monat November beginnt mit zwei Tagen, die bewusst dem Totengedenken gewidmet sind: Allerheiligen und Allerseelen.
Der Toten gedenken – wenn man dieser Tage über die Friedhöfe geht, dann spürt man die innige Verbindung vieler Menschen mit ihren Vorfahren und Anverwandten. Das Schmücken der Gräber, die vielen Grablichter geben davon Zeugnis.

Wenn ich das Grab meiner Großmutter schmücke, die ich selbst nicht mehr erleben konnte, dann fühle ich mich dennoch mit ihr und mit meinen anderen Großeltern verbunden. Diese Verbindung erfüllt mich mit Frieden. Geht es anderen Menschen auch so? Heißt er deshalb – Friedhof?

Das Sterben ist gewiss nicht für jeden leicht!
Und wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich von Zeit zu Zeit auch Angst davor habe, mein Leben loszulassen, alles zurück lassen zu müssen.
Aber ich weiß auch, dass dieser Schritt unausweichlich kommt, und jederzeit kommen kann! Ich spüre, dass dieser Gedanke für mich viel leichter ist im Vertrauen auf Gott. Im Erspüren Seiner Liebe, in meinem Leben, in mir selbst, davon gewinne ich Stärke und Vertrauen.

Vorbereiten auf die Ewigkeit bedeutet für mich, Seiner Liebe zu folgen, selbst Liebe zu verschenken. Und es bedeutet Abstand zu den vielen Dingen zu gewinnen, die uns tagtäglich beschäftigen, die uns Zeit rauben, auch mal über uns selbst nachzudenken, mit uns selbst ins Reine zu kommen.

Liebe Leserinnen und Leser,
in diesem Monat möchte ich Sie herzlich einladen, mit sich selbst Frieden zu schließen! Beschäftigen Sie sich in einer ruhigen Stunde jede Woche einmal mit Ihren Vorfahren, wie hießen sie und was haben sie gemacht? Haben Sie noch Zeugnisse ihres Schaffens oder Fotos? Und dann berichten Sie doch einmal Ihren Vorfahren von dem, was Sie machen, und welche Bedeutung das für Sie hat!
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien Frieden und Eintracht,
und ein Wachsen der Liebe!


Ihre Gemeindreferentin Jaqueline Gabener
Mail: gemeindereferentin@kath-gemeinde-mariae-himmelfahrt.de


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